Alexandra Harms

1. Wie hast Du den Wettbewerb selbst erlebt ?

„Ich fand es unheimlich spannend mit einer so freien Arbeitsaufgabe umzugehen, und das Thema „Liebe und Leidenschaft“ ganz auf meine Weise interpretieren zu können. Erlaubt ist erstmal alles, und somit hat jeder den Raum, sein eigenes Ding zu machen, und sich auch selbst herauszufordern. Das hat mir unglaublich viel Spaß gemacht. Außerdem war es toll, auch in den Arbeitsprozess anderer Studenten meines Jahrgangs eingebunden zu sein und zu sehen, wie viele unterschiedliche Herangehensweisen möglich sind, und was meine Mitschüler in diesem Prozess erlebt und erschaffen haben.“

2. Inwieweit hilft bzw. hat Dir das Stipendium weitergeholfen, Deine Ausbildung zum Schauspieler zu verbessern wie es ohne das Stipendium nicht möglich gewesen wäre ?

„Das Stipendium hilft mir insofern, dass ich nun neben der Ausbildung nicht mehr jobben muss, sodass ich fortan tatsächlich all meine Energie in die Ausbildung stecken kann. Nebenbei arbeiten zu müssen war natürlich immer ein großer Stressfaktor, da wir an der SfSH eine Vollzeitausbildung absolvieren. Neben der regulären Unterrichtszeit gibt es immer viel vor-und nachzubereiten, und Probenzeiten an den Wochenenden oder bis spät abends sind keine Seltenheit. Nun kann ich mir meine Zeit flexibler einteilen und mein Leben stressfreier gestalten, was in meinem künstlerischen Prozess viel Freiheit und Raum für Kreativität schafft.“

3. Was würdest Du zukünftigen Bewerbern über das Stipendium erzählen und ihnen für
ihre Bewerbung empfehlen ?

„Das wichtigste ist, sich selbst als Künstler*in zu erforschen, herauszufordern und zu präsentieren. Mir war es extrem wichtig mit meinem Film in der ersten, und der Performance in der zweiten Runde, etwas zu schaffen, was mich als Künstlerin ausmacht. Ich wollte etwas erschaffen, worauf ich stolz blicken und sagen kann: „Das bin ich. Das ist mir wichtig. Und euch will ich dazu einladen, euch davon berühren zu lassen.“.

Natürlich bin ich unfassbar froh, dass ich letztendlich als Gewinnerin ausgewählt wurde. Aber vor allem bin ich stolz auf meine Arbeit während des gesamten Prozesses. Und meine eigene Arbeit bewertend zu hinterfragen scheint mir immer eine schlechte Idee.

Also gebt einfach Raum für das, was aus euch heraus will, und geht nicht mit Druck an die Sache heran. Unsere Arbeit wird immer von Leuten beurteilt werden, wir sollten also alle froh sein, dass wir das nicht auch noch tun müssen.“

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