Yann Mbiene

1. Wie hast Du den Wettbewerb selbst erlebt ?

„Für mich war die Zeit während des Wettbewerbs voller Anspannung und Aufregung und vor allem während der Probephasen bzw. Dreharbeiten besonders intensiv. Ich habe die Projekte als sehr anspruchsvoll erlebt und auch zum Teil als sehr stressig, da ich mein bestes geben wollte. Während der Ideenfindungsphase für den Film tat ich mich zu Beginn recht schwer, da ich lange gebraucht habe, um DIE Geschichte zu entwickeln, die aus meinem Herzen kam und mich somit authentisch darstellte. Sobald die Idee stand, war der Rest dann auf einmal ganz leicht bzw. natürlich.

Während des Wettbewerbs habe ich eine sehr starke Konkurrenzkultur unter uns Schülern wahrgenommen. Dennoch wurde sich gegenseitig auch viel unterstützt und geholfen z.B. für die Kameraführung oder das Spielen eines Statisten, was dann auch schön war zu sehen, dass man sich trotz der Konkurrenz so gut hilft wie man kann, damit der andere sein Bestes geben und zeigen kann. Unter den Finalisten war dann die Konkurrenz Kultur noch einmal eine Stufe höher – hier wurde gar nicht über die jeweilige Performanz vorher gesprochen, da man sich gegenseitig nicht mehr helfen wollte – so schien es.

Ich habe genossen, dass wir so viel Freiheiten und Selbstständigkeit haben konnten – sowohl für den Film als auch für die Theater Performance. Das Thema „Liebe und Leidenschaft“ hat mir sehr viel Raum und Möglichkeiten geboten. Ich hatte großen Spaß bei der Ausarbeitung der Rollen und Geschichten und auch der Regisseur für sich selbst zu sein, war eine spannende Erfahrung.

Das Finale war der Höhepunkt des Wettbewerbs für mich, da es sehr sehr spannend und aufregend für mich war. Ich hatte etwas zu sagen von Herzen und habe gehofft, dass es die Menschen berühren würde. Da war meine Erwartung an mich selbst sehr hoch und bin sehr sehr dankbar dafür, dass ich die Bühne bekommen habe, um meine Message zu teilen.“

2. Inwieweit hilft bzw. hat Dir das Stipendium weitergeholfen, Deine Ausbildung zum Schauspieler zu verbessern wie es ohne das Stipendium nicht möglich gewesen wäre ?

„Das Stipendium ist für mich eine riesen Entlastung, da ich mein Lebensunterhalt und das Schulgeld selbst erarbeiten muss, was seit zwei Jahren zu Dauerstress geführt hat, immer die Kosten decken zu können. Durch das Stipendium kann ich meine Gedanken und Gefühle komplett auf die Ausbildung lenken und brauche mir keine Sorgen mehr zu machen, ob ich den nächsten Monat zahlen kann und brauche auch nicht mehr so viel nebenbei arbeiten und kann die Zeit für die Proben und Textarbeit nutzen.“

3. Was würdest Du zukünftigen Bewerbern über das Stipendium erzählen und ihnen für
ihre Bewerbung empfehlen ?

„Seid authentisch, habt etwas zu sagen durch eure Performance und glaubt an das, was ihr tut bzw. sagen wollt.
Seid hilfsbereit zu euren Mitschülern und unterstützt einander, wo ihr könnt, statt sich gegenseitig nichts zu gönnen. So werden alle ihre besten Seiten und Begabungen zeigen können. Und vergesst nicht, dem Förderverein so schnell wie möglich auf ihre Mails zu antworten.“

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